KonstruktionstechnischesEin Fahrrad ist kein eigenständiges Fahrzeug, es funktioniert nur im Zusammenspiel zwischen Fahrer und Fahrrad. Und weil alle Menschen verschieden sind, müssen auch ihre Bikes verschieden sein. Wenn ich ein Rad baue, so ist es mein Bestreben, dieses optimal auf den Benützer zuzuschneiden. Denn nur mit einem Velo, das den Körpermassen und dem Fahrstil des Fahrers entspricht, ist der Spass maximal. Auch nach mehr als zwei Stunden im Sattel. Auch nach mehr als zwei Jahren Benützung. Massanfertigung heisst für mich nicht bloss, Länge und Höhe des Rahmens dem Fahrer anzupassen. Indem man jeden Winkel, jedes Mass, jedes einzelne Rohr und Anlötteil auf den Kunden abstimmt, kann man maximale Stabilität und Fahrleistungen bei minimalem Gewicht erreichen. Und das Schönste dabei ist, dass jeder Rahmen einmalig bleibt. Es gibt für mich drei wichtige Kriterien beim Konstruieren eines Fahrrades: 1. Die Konstruktion muss dauerhaft sein. Dauerhafte Produkte sind auf lange Sicht günstiger und bereiten weniger Ärger. 2. Ein Fahrrad muss leicht und deshalb einfach sein. Eine einfache Konstruktion ist immer leichter als eine komplizierte bei gleicher Stabilität. 3. Das Bike soll optimale Fahrleistungen für den vorgesehenen Einsatzzweck bringen. Weil diese Kriterien nur schwer miteinander zu vereinbaren sind, ist es nicht einfach, ihnen den richtigen Stellenwert zuzuordnen. Ich versuche, die optimale Abstimmung dadurch herauszufinden, dass ich meine Produkte jeden Tag selbst teste. Und ich kann dank der individuellen Anfertigung jedes Rahmens die Kriterien je nach Kundenwunsch unterschiedlich gewichten.
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